Mai - Juni 2024

Liebe PERSPEKTIVE-Leser,

Archimedes von Syrakus (um 287–212 v. Chr.) war ein griechischer Mathematiker, Physiker und Ingenieur. Er war der Entdecker der Zahl Pi, mit der man Umfang und Flächeninhalt von Kreisen berechnen kann. Das archimedische Prinzip verdrängte nicht nur Wasser aus dem Behälter, sondern auch die Vorstellung, dass die Krone des Königs tatsächlich aus reinem Gold geschaffen war. Und wo wir gerade bei Wasser sind – Archimedes entwickelte eine Schraube, die bis heute gerne auf Wasserspielplätzen eingesetzt wird: Die sogenannte Wasserschnecke konnte zur Be- und Entwässerung genutzt werden. Obwohl über sein Leben wenig bekannt ist, ranken sich zahlreiche Anekdoten um seine Person: So soll Archimedes Spiegel benutzt haben, die das Sonnenlicht reflektierten, um die Segel der römischen Schiffe in Brand zu setzen. Später kam Archimedes bei diesen Kämpfen um. Seine letzten Worte sind wohl bekannter als alle seine Schriften. Störe meine Kreise nicht!“, soll er einem römischen Soldaten entgegengerufen haben, als dieser bewaffnet auf den über seinen Forme(l)n brütenden Erfinder einstürmte.

Archimedes formulierte auch die Hebelgesetze. Hebel begegnen uns überall: Schon als Kinder haben wir mit einer Wippe einen Hebel genutzt. In dem Fall sogar einen zweiseitigen, da die Kräfte auf zwei Seiten vom Drehpunkt angreifen. Die Kraftverstärkung durch Hebelwirkung kommt uns auch beim Handwerken zugute, z. B. beim Einsatz der Kneifzange oder dem Gebrauch der Schubkarre: In beiden Fällen machen wir uns den längeren Hebelarm zum Drehpunkt zunutze und vervielfachen dadurch die Wirkung unserer Kraft. Archimedes veranschaulichte seine Entdeckung mit den Worten: „Gebt mir einen festen Punkt, und ich hebe die Welt aus den Angeln.“

Diesen Gedanken griff der dänische Philosoph, Theologe und Schriftsteller Søren Kierkegaard (1813–1855) auf, als er über das Gebet nachdachte: „Der archimedische Punkt außerhalb der Welt ist eine Betkammer, wo der wahre Beter in aller Aufrichtigkeit betet, er soll die Erde bewegen. Ja, es ist unglaublich, was ein solcher Beter, wenn er seine Tür schließt, drinnen alles vermag.“

In diesem Sinne haben wir mit dieser Ausgabe der PERSPEKTIVE alle Hebel in Bewegung gesetzt, um über das Thema „Gebet“ nachzudenken.

Mit herzlichen Grüßen

Thomas Kleine

Cover

Rezension

  • Die Utopia-Methode

denken

  • Von Jesus beten lernen
  • Eine Zerreißprobe
  • Wie viel Wahrheit braucht eine Gemeinde?
  • Einige aber zweifelten
  • Biblische Wahrheit und Lehre in der Gemeinde

glauben

  • Immer und überall
  • Eine betende Gemeinde sein
  • Ole Hallesby
  • Einfache und schlichte Gedanken über das Gebet

leben

  • Gebet im Alltag
  • Von der Vielfalt des Gebets
  • Nachgefragt: Beten in Ehe und Familie
  • Gebet für die Welt
Orientierung

Die PERSPEKTIVE analysiert aktuelle Entwicklungen – denn wir brauchen Orientierung, wenn selbst Fakten fragwürdig werden.

Maßstab

Die PERSPEKTIVE stellt sich der Bibel und wichtigen Fragen unserer Zeit – denn alles, was wir über und von Gott wissen können, zeigt er uns in seinem Wort.

Ermutigung

Die PERSPEKTIVE ermutigt, Jesus Christus zu vertrauen und Zweifel zu überwinden – denn Glaube lebt aus einer aktiven Gottesbeziehung.

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