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Ihr Dieter Ziegeler & Ralf Kaemper
(Redaktion und Schriftleitung)

Aktuelles

10. Dezember 2019

Antisemitismus

Antisemitismus:
Judäophobie im Wandel
Seit es das jüdische Volk gibt, erfährt es eine eigenartige Ablehnung. Tatsächlich gab es immer Nichtjuden, die sich vorgenommen hatten: „Kommt, wir vernichten sie, so dass sie kein Volk mehr sind. Des Namens Israel soll nicht mehr gedacht werden!“ (Psalm 83,5). Dieser Hass auf ein Volk ist einzigartig. Selbst in Ländern, in denen es gar keine Juden gibt, ist er nachweisbar.
Im Laufe der Geschichte erwies dieses Gefühl eine interessante Anpassungsfähigkeit an die jeweilige „political correctness“ einer Zeit, Kultur oder Gesellschaft. Das zeigt der Wandel der Begründung für die immer gleiche Judäophobie.

Mutationen des Judenhasses
Der Pharao des alten Ägypten fühlte sich demografisch von seinen hebräischen Sklaven bedroht. Er befürchtete, dass sie im Falle eines Krieges zur „fünften Kolonne“ werden könnten (Exodus 1,8-10). Der persische Großwesir Haman begründete sein Vernichtungsvorhaben damit, die Juden hätten Gesetze, die sich von denen aller anderen Völker unterschieden (Ester 3,8). Martin Luther rechtfertigte seine Gegnerschaft gegen das jüdische Volk religiös. Im Rahmen dieses Begründungsmusters konnte ein Jude sich durch Bekehrung immerhin noch retten.
Im 19. und 20. Jahrhundert schließlich mutierte der uralte Israelhass zum Antisemitismus. Dieser Denkansatz fand den Grund für den Kampf gegen das jüdische Volk im Blut und in den Genen. Das Infame daran: Kein Mensch jüdischer Abstammung kann sich der Verfolgung entziehen.
Als in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kein Westeuropäer mehr guten Gewissens Antisemit sein konnte, führte das sowjetische Propagandaministerium gezielt den Begriff des Antizionismus ein. Seither richtet sich die Judäophobie politisch völlig korrekt gegen den politischen Ausdruck des jüdischen Volkes. Praktisch an dieser Begründung des Negativgefühls gegenüber Juden ist, dass man es hegen kann, ohne religiös oder gar rassistisch sein zu müssen.

Alte Verleumdungen neu aufgewärmt
Doch oft verraten sich die ewig gleichen Denkmuster, wenn alte Verleumdungen neu aufgewärmt werden. Waren es im Mittelalter Blutlegenden, die Juden beschuldigten, Christenkinder zur Herstellung ihrer Mazzen zu schlachten, ist es heute der Vorwurf „Kindermörder Israel“. Und wo vor tausend Jahren behauptet wurde, Juden hätten die Brunnen Europas vergiftet, wird heute verbreitet, Siedler verseuchten das Wasser der Palästinenser.
Man muss allerdings keine raffinierte Gedankenakrobatik betreiben, um zu sehen: Das alte Gespenst Judäophobie ist in Mitteleuropa quiek lebendig. Rassistische Zettel, beleidigende E-Mails, antisemitische Parolen bei Fußballspielen oder einfach nur Bemerkungen im Vorbeigehen, Wandschmierereien und die Schändung von Gedenkstätten und Friedhöfen sind offensichtliche Symptome.

Aktuelle Ausgabe

PERSPEKTIVE November - Dezember 2019

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"Knapp daneben ist auch vorbei" setzt sich respektvoll-kritisch mit aktuellen Entwicklungen innerhalb der evangelikalen Bewegung auseinander. Seit Kurzem wird versucht, Thesen, die aus einer liberal-bibelkritischen Theologie stammen, mit Grundüberzeugungen evangelikaler Theologie zu verbinden. Dabei werden diese weitgehend in Frage gestellt. Im Ergebnis erscheint der "alte" Glaube selbst an zentralen Stellen erneuerungsbedürftig. Wurde die Bibel bisher völlig falsch verstanden? Brauchen wir ein neues Gottesverständnis? Muss das Verständnis von Sünde der Zeit angepasst werden?Dieses Buch will mit klaren Stellungnahmen aufklären und Orientierung geben.

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